„Malerei trifft Meditation – Eine Kreuzinstallation für den Raum der Stille“

Das Projekt „Malerei trifft Meditation – Eine Kreuzinstallation für den Raum der Stille“ greift die unterschiedlichen Weltanschauungen an unseren Schulen auf, setzt sie in einen christlichen Kontext und bietet unseren Auszubildenden unter Anleitung des Erfurter Künstlers C. D. Spinne Gelegenheit zur eigenen Gestaltung und zur Identifikation mit diesem besonderen Raum.

Die Idee
Ziel des Projektes war das Erstellen einer wandfüllenden Kreuzinstallation, bestehend aus 35 Einzelbildern (30x40 cm), durch deren Vielfalt sich einerseits die Mannigfaltigkeit der Weltanschauungen und Glaubensüberzeugungen der Auszubildenden unserer Schule widerspiegelt und die andererseits natürlich das Kreuz durchscheinen lässt, unter dem all unser Tun an einer christlichen Schule steht. Der Prozess des Malens und Gestaltens des großen Meditationsbildes wurde dabei selbst als Meditation erlebt.

Die Umsetzung
Für unseren schulischen „Raum der Stille“ haben die Teilnehmer an den beiden Projekttagen gemeinsam mit dem Erfurter Künstler C. D. Spinne eine wandfüllende Kreuzinstallation, ein großes Meditationsbild entworfen und gestaltet. Dieses wurde aus 35 Einzelbildern erstellt, in denen sich die weltanschauliche Vielfalt, die auch an unserer Schule gegeben ist, ebenso wiederfindet wie die unterschiedlichen Charaktere und Temperamente jedes Einzelnen. Mit verschiedenen Techniken wurden die Einzelbilder von den Teilnehmern gestaltet und anschließend als feste Installation im Raum der Stille angebracht.

Die vier Elemente
Im Gespräch zwischen Künstler und Auszubildenden fiel die Entscheidung, durch die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft als Sinnbild für die Schöpfung das Kreuz hervortreten zu lassen. Das Meditationsbild sollte so gestaltet werden, dass sich das Kreuz nicht auf den ersten Blick präsentiert, sondern sich in der Betrachtung des Bildes durch die Schnittstellen der Elementdarstellungen zeigt.

Malerei trifft Meditation
Die Herangehensweise war dabei sehr vielfältig. Es entstanden Einzelbilder, sich über mehrere Tafeln verteilende Bildflächen, Gemeinschaftsbilder. Verbindungen wurden geschaffen, Details hinzugefügt und sich immer wieder über den Prozess ausgetauscht:

"Ich kann einfach spontan malen, es einfach geschehen lassen. Ich lasse mich bei der Entstehung des Bildes von meinen Gefühlen und Gedanken leiten."

"Das Kreuz hat nicht eine Farbe. Es besteht aus allen verschiedenen Elementen, birgt die gesamte Schöpfung in sich."

"Jeder kann seine Wärme in das Kreuz mit einfließen lassen."

"Bevor ich losmale, entdecke ich mich erst selbst."

"Du kannst ein Kreuz sehen, du kannst auch ein Fenster sehen."

Das Kreuz zeigt sich
Der Prozess selbst hatte sowohl meditativen als auch gemeinschaftsfördernden Charakter. Neben Zeiten des schweigenden Malens und Gestalten des eigenen Bildes zu Beginn rückten im weiteren Verlauf der Austausch untereinander und die Verbindung der einzelnen Bildtafeln in den Vordergrund. Immer wieder wurde innegehalten, wurden die entstehenden Einzelteile und das Kreuz als Ganzes betrachtet mit all seinen verschiedenen Vorstellungen und Individualitäten, die sich im Laufe des Prozesses zu einer Einheit, einer Gemeinschaft verbanden. Das im Bild entstandene Kreuz wurde betont, indem die entsprechenden Bildkanten abgedunkelt und die anderen Kanten in den Farben der entsprechenden Elemente gestaltet wurden. So zeigt sich das Kreuz schon, wenn man aus der Distanz auf die Installation schaut.

Das entstandene Meditationsbild macht neugierig, regt an zum Nachfragen und Nachdenken. Jeder kann sich immer wieder neu im Kreuz und in der Schöpfung entdecken, seinen Platz in unserer Gemeinschaft suchen und finden. Es regt zur eigenen Erforschung des Kreuzes und seiner Facetten wie auch über sich selbst an.

Friederike Stratmann

 

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