Pflege in Bewegung – Altenpflege im europäischen Kontext

Im Rahmen der diesjährigen Renovabis-Pfingstaktion „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“ waren Leiter der Caritas und des Kolpingwerkes aus verschiedenen osteuropäischen Ländern zu Besuch in deutschen Bistümern. Am 19.5.2014 besuchten uns in diesem Zusammenhang Herbert Grün als Geschäftsführer der Caritas im Bistum Timișoara/Temeswar in Rumänien, Peter Eichhorn als Ansprechpartner für Renovabis in der Diözese Erfurt und Abteilungsleiterin Jola Hempel als Vertreterin des Caritasverbandes für das Bistum Erfurt e.V.

 


Ein Blick über den Tellerrand: Zur Situation der Altenpflege in Deutschland und Rumänien

Vorbereitet wurde diese internationale Begegnung durch Altenpflegeschüler des zweiten Ausbildungsjahres mit Unterstützung ihres Kursleiters und Fachdozenten Sigurd Reisener. Nach der allgemeinen Vorstellung gab eine multimediale Präsentation Einblick sowohl in unser Schulleben als auch in den Aufbau der Altenpflegeausbildung in Thüringen. Daran schloss sich eine angeregte Gesprächsrunde an, in der die teils unterschiedlichen teils ähnlichen Bedingungen von Ausbildung und Arbeitsalltag in der Altenpflege in Rumänien und Deutschland zur Sprache kamen.

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Ähnliche Problematiken trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen

Die Generalisierung der Pflegeausbildung, wie sie in Deutschland angestrebt wird, ist in Rumänien bereits Realität und auch die zunehmende Akademisierung ist in beiden Ländern Thema. Durch demographische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen ergeben sich Herausforderungen, die absehbar Auswirkungen auf die Struktur der Pflegeversorgung haben werden. Hierdurch stellt sich in beiden Ländern zunehmend auch die Frage nach der Finanzierung und generell der Zukunft der Pflege.

Zusammenfassend war der Besuch von Herrn Grün eine gute Möglichkeit für die angehenden Altenpfleger, einen Einblick in die Situation der Pflege in Rumänien zu werfen.

Sigurd Reisener, Friederike Stratmann

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