„Komm und bring Liebe mit. Alles andere ergibt sich von selbst.“

Ein italienischer Missionar erzählt von seiner Arbeit auf den Philippinen.

Wenn Pater Carlo Bittante aus seinem Arbeitsalltag erzählt, dann sprüht er vor Begeisterung und nimmt so seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit in die Slums des philippinischen Manila. Im Rahmen des „Monats der Weltmission“, welcher alljährlich durch das Missionswerk „missio“ begleitet wird, besuchte Pater Bittante in Begleitung einer Dolmetscherin und der missio-Diözesanreferentin Ayline Plachta vor allem den nördlichen Teil des Bistums Erfurt. An einem Vormittag in der ersten Oktoberwoche 2016 hatten Auszubildende der Sozialassistenz und Altenpflege unserer Berufsbildenden Schulen „St. Elisabeth“ die Möglichkeit zu Begegnung und Gespräch mit dem charismatischen Priester.

 

2016 10 05 missio besuch (2)   2016 10 05 missio besuch (1)

 

Seit über 30 Jahren setzt sich der Italiener, für die Verbesserung der Lebens- und Bildungsbedingungen der ca. 100.000 Menschen in Tondo, dem größten Slum Manilas ein. Neben der Akquise von Spendengeldern und geistlichen Beistand ist es die persönliche Beziehung zu den Menschen und vor allem zu den Kindern und Jugendlichen, die seinen Alltag bestimmten und die seine Arbeit in Manila so wertvoll machen. Nach einem informativen und sehr anschaulichen Vortrag über Aufgaben und Bedingungen seiner Tätigkeit nutzten die Auszubildenden im ersten Lehrjahr die Möglichkeit, mit Pater Bittante ins Gespräch zu kommen. Konkrete Fragen zur Situation der Menschen im Slum beantwortete er dabei ebenso offen, wie die Frage, wie er sich eigentlich von Italien aus auf seine Aufgaben auf den Philippinen vorbereitet habe. Dazu habe er einen philippinischen Bekannten gefragt, was er denn mitbringen sollte, um gut vorbereitet zu sein. Wie lautete die bestechend einfache Antwort?
„Carlo, sei einfach Du und bring‘ viel Liebe mit. Alles andere kommt dann von allein.“
Diese Begegnung war für die Auszubildenden eine wundervolle Möglichkeit, mit Weltkirche in Kontakt zu kommen und so auch sich selbst für Neues zu öffnen.


Friederike Stratmann

 

 

Zusätzliche Informationen